Halbfinals in Leipzig
Mittwoch, 14. April 2010

Halbfinal-Aus lässt die Saison der „Sensationen und Überraschungen“ nicht über ein allzu bekanntes Finalduell der ewigen Kontrahenten aus Weißenfels und Leipzig hinauskommen und entscheidet im zweiten und dritten Halbfinalspiel gegen den ETV Hamburg.

Der erste Finaleinzug schien zum Greifen nah, man hatte im Hinspiel verdient gewonnen, führte in der Halbfinalserie mit 1:0 und hatte mit Toni Westerholm für zusätzliche Verstärkung gesorgt.

Das Ziel des ganzen Teams war es, mit einem zweiten Sieg dem eventuellen dritten Spiel und einer nervenaufreibenden Übernachtung in Leipzig aus dem Weg zu gehen.

Nach einem mäßigen „Warm-Up“ startete man ins erste Spiel. Schnell zeigte sich ein klares Bild der Situation. Leipzig wollte unbedingt ins Finale und setzte von Anfang an auf Druck. Diesen praktizierten sie in den ersten Spielmomenten so sehr, dass man auf Seiten des ETV von Glück sprechen konnte, dass man nicht schon von Anfang an einem Rückstand hinterherlaufen musste.

Nach den ersten Minuten, die der ETV trotz großem Drucks überstand, ging es dann auch für die Hamburger los. Man zeigte gewohnte Kombinationen im Offensiv-Spiel und setzte selber zum Druck an.

Eine Unachtsamkeit bescherte dann den Rückstand. Nationalspieler Peter Dietel nutzte nach einem Freischlag den sich bietenden Raum und schloss von rechts ab, der Ball schlug halbhoch im Gehäuse der Hamburger ein, 1:0 nach 12:32 Minuten.

Die Hamburger, ein wenig geschockt, spielten dennoch weiter und erarbeiteten sich fünf Sekunden vor Ende des Drittels den verdienten Ausgleich in einem umkämpften ersten Drittel.

Auf hohen Druck zog es einen Leipziger nach vorne, die Hamburger erkämpften sich mit harten Mitteln den Ball und zogen zum Konter auf. Diesen vollendete Simon von Kroge nach Doppelpass mit Dennis Wlocka ins freie Gehäuse der Leipziger 1:1.

Der zweite Abschnitt startete mit einem Rückschlag für die Hamburger. Bereits nach neun Sekunden markierte Christian Faber nach einem Bogenlauf und feinem Abschluss das 2:1 für die Mitteldeutschen-Floorballer.

Die Hamburger jedoch zeigten eine Trotz-Reaktion und konterten innerhalb der nächsten 12 Minuten mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich (Tipi Koivisto/ Toni Westerholm) und der 2:3 Führung durch Björn Kappel, der durch hartnäckiges Nachsetzen den Führungstreffer erzielte.

Zum Entsetzen der Hamburger zeigten auch die Leipziger, dass sie mit Rückständen umzugehen wissen und sorgten ebenfalls für den Ausgleich. Somit ging es nach einer wiederum ausgeglichenen 2. Periode mit 3:3 in die Kabinen.


Der dritte Abschnitt sollte also Klarheit bringen.

Doch leider startete er, wie schon der vorige, mit einem Rückschlag für den ETV. Tipi Koivisto nahm für zwei Minuten auf der Strafbank Platz und lieferte den Gastgebern eine gute Chance zur Führung.

Das Boxplay verlief jedoch positiv für den ETV, man kassierte keinen Gegentreffer und konnte somit wieder zu fünft agieren. Doch kaum wieder komplett kam das Erschrecken, Leipzig konnte innerhalb von 13 Sekunden auf 5:3 davonziehen. Mit den ersten hängenden Köpfen konnte man drei Minuten später einen weiteren Treffer der Leipziger beobachten, die nun mit einem 3-Tore-Vorstand ausgestattet waren.

Ein Lichtblick war dann die 2-Minutenstrafe gegen Leipzigs Kapitän.

Die sich bietende Chance, den Anschlusstreffer zu markieren, versäumten die Hamburger zu nutzen und gaben das Spiel zunehmend aus der Hand. Wieder komplett erzielten die Leipziger einen weiteren Treffer. Eine weitere Strafe gegen Leipzig und ein zusätzlicher Feldspieler für Torhüter Mike Dietz konnten dann auch nichts mehr an dem Zustand ändern. Man hatte den ersten Matchball liegen lassen. Ein „Empty-Net Goal“ gegen den ETV schloss schließlich die Statistik und ließ das Spiel mit 8:3 enden.

Nach einer Nacht sollte dann am nächsten Morgen um 11.30 Uhr das dritte und endgültige Entscheidungsspiel stattfinden. Spielercoach Anton Sefkow wies die Spieler indes konkret daraufhin, dass sich an der Situation durch die vorherige Niederlage nichts änderte. Würde man das dritte Spiel gewinnen stünde man im Meisterschaftsfinale.

Das Spiel fing mehr als positiv an. Bereits nach 34 Sekunden markierte Björn Kappel mit der Rückhand ein wunderbares Tor unter die Querlatte. Der positive Faden zog weiter. Peter Dietel erhielt eine Zweiminutenstrafe und gab der Powerplay-Formation des ETV die Chance zur Eingewöhnung für die darauf folgende Strafe gegen Tim Hoidis.  Trotz zahlreicher hochkarätiger Torgelegenheiten stoppte der positive Faden hier abrupt und ließ die Gastgeber vier Minuten Unterzahl überstehen. Diese konnten ihrerseits bis zum Ende des Drittels zwei Tore erzielen und gingen so mit einer Führung in die Pause.

Den Beginn des zweiten Drittels nutzten die Leipziger dann zum Ausbau der Führung, 3:1 für Leipzig durch Tim Hoidis. Doch wie bereits am Vortag schaffte es der ETV zum Ausgleich. Erst schoss Tipi Koivisto nach Vorlage von Björn Kappel den Anschluss, ehe Simon von Kroge nach einstudierter Freischlagvariante zum Ausgleich traf (Vorlage: Leander Stüble).

Das Drittel endete entgegen aller Befürchtungen und einem ausgeglichenen Spielanteil dennoch 4:3 für Leipzig. Petter Hallen markierte nach Bogenlauf die Führung Leipzigs.

Die letzten 20 Minuten, einer vorher ausgewogenen 160-minütigen Halbfinalserie, sollte nun die Entscheidung bringen.

Das Schicksal entschied gegen den ETV Hamburg, man kassierte in zwei Unterzahlsituationen zwei Tore und rannte einem 3-Tore-Rückstand hinterher. Dennoch kam das Aufgeben nicht in Frage. Man spielte weiter druckvoll und wollte die Wende schaffen. Ein Ansatz dazu gelang Leander Stüble nach glücklicher Vorarbeit von Dennis Wlocka rund fünf Minuten vor Schluss. Dieser sollte aber mit einer weiteren Zweiminutenstrafe gestoppt werden. Die Leipziger konnten ihrerseits sogar noch zum 7:4 erhöhen und, wie am Vortag, ins leere Tor der Hamburger treffen.

Somit ging das dritte Spiel mit 7:4 und die Halbfinalserie mit 1:2 verloren.

Rückblickend ist festzuhalten, dass die Hamburger keineswegs schlechter spielten als ihre Pendants, doch das gewisse Quäntchen Glück und die Erfahrung der Play-Offs vermissen ließen.

Dennoch kann man stolz auf das Geleistete sein. Schließlich kann man auf die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte zurückblicken und hat in den kommenden Wochen die Chance sich eine Medaille zu erspielen. Im Spiel um Platz drei geht es gegen den, in dieser Saison ebenfalls aufstrebenden, Klub aus Wernigerode.

Die bevorstehende Serie um Bronze wird zunächst am 18. April in Wernigerode gestartet, wer möchte kann als Unterstützung mit in den Harz fahren (email an: info (at) unihockey-hamburg.de)

 

Am 1. Mai findet dann vor heimischer Kulisse das zweite Spiel statt:

Samstag, 1. Mai 2010, um 18 Uhr im Lokstedter Steindamm 52 – Halle Hoheluft

Steht es nach den ersten zwei Partien unentschieden wird die dritte und entscheidende Begegnung ebenfalls in Hamburg, an gleicher Adresse, ausgespielt:

Sonntag, 2. Mai 2010 um 16 Uhr im Lokstedter Steindamm 52 – Halle Hoheluft

Wir freuen uns auf zahlreiche Unterstützung, dieses sind gleichzeitig die letzten Heimspiele der Saison!

 

 

Aktuell

Bundesliga Herren
2.Spiel um Platz 3
01.05.2010 - 18:00 Uhr
ETV - Wernigerode  3:5

 
 
 
   
 
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